St. Laurentius Kapelle geöffnet

Am Eingangsprotal der St. Laurentius Kapelle (Friedhofskapelle) steht „Anno Domino 1576 den 1. Tag Juli, allein bei Christus die ewige Freude“ als Tag der Eröffnung.

In diesem Jahr feiert die Kapelle ihr 450. Bestehen mit einigen Events, die in einem Flyer und den örtlichen Medien veröffentlicht werden.

Und sie ist zwischen Mai und August jeden ersten Sonntag im Monat von 15:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet, so dass in Verbindung mit der Öffnung des Junker-Hansen Turm auch die Kapelle ein lohnendes Ziel ist.

Magdalenenaltar

Der Magdalenen Altar.

Eine der letzten Arbeiten von Johann Neudecker d.Ä. aus Hadamar, des bedeutendstes Werk der Marmoraltar im Fuldaer Dom ist.

Er wurde 1713 für die Amöneburger Magdalenen Kapelle erbaut und kam Mitte des 19. Jhs. nach Neustadt.

Über dem Relief der trauernden Magdalena ist ein Schutzengel dargestellt.

Auszug aus der Zeitung anlässlich der Renovierung :

Der Magdalenenaltar erstrahlt in neuem Glanz – Die Restaurierung ist abgeschlossen

In der Laurentiuskapelle („Friedhofskapelle“) von Neustadt befindet sich der Magdalenenaltar, der in den letzten Wochen restauriert wurde.

Geschaffen wurde der Schnitzaltar von Johann (Valentin) Neudecker: (Joh. Neudecker der Ältere). Er kam aus Hadamar, stammte aber aus Miltenberg. Im Jahre 1708 wurde er nach Fulda berufen, wo er in den folgenden Jahren besonders an der Ausstattung des Domes, aber auch des Schlossgartens sowie des Ehrenhofes im Schloss beteiligt war. Sein wohl bekanntes Werk ist der Bonifatiusaltar in der Krypta des Fuldaer Domes. In Amöneburg wirkte er ab 1712. In einer auf den10.Oktober 1713 datierten Rechnung wird die Herstellung von vier Nebenaltären durch Neudecker beschrieben. Er erhält für die Gestaltung des Magdalenen – Altars 129 Gulden 21.alb. Die von Neudecker geschaffene Ausstattung wurde nach 1862 entfernt, denn die Kirche wurde mit Wirkung vom 13. April 1862 wegen Einsturzgefahr geschlossen. Danach erfolgte um 1864 der Abbruch der alten Kirche und der von 1865 – 1870 sich anschließende Neubau der heutigen. Die Barockaltäre waren zunächst ausgelagert, gelangten aber dann größtenteils in andere Kirchen. Der Magdalenen – Altar kam in die St. Laurentiuskapelle in Neustadt. Der Altar wurde danach zwischen1865 und 1870 gründlich restauriert. Er hat im Hauptgeschoss die büßende Maria Magdalena als Reliefbild mit oben abschließendem Dreipass. Flankiert wird die Abbildung von Plastiken eines Königs (David, Eduard der Bekenner?) und einer Statue des hl. Johannes Nepomuk. Aus dem Chronogramm der Kartusche über dem Altarbild DILV VIVM aff LIC tae (von der Sintflut heimgesucht) ergibt sich die Jahreszahl 1718, die sich auf die Illumination (Bemalung), vermutlich durch Johannes Sennefelder, bezieht. Im Auszug des Altars befindet sich ein Relief des Erzengels Raffael und Tobias bekrönt von einer Dreifaltigkeitsdarstellung. Eine letzte Restaurierung des Altars erfolgte im Jahre 1967.

Diplomrestauratorin Frau Pia Anna Werner aus Kalbach hat die Restaurierung in den vergangenen Wochen durchgeführt und Schäden behoben. Die Kosten lagen bei rund 25.000,00€.

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Author: HaWeSo